Leichtathletik hat beim TuS Viktoria Geschichte. Die Abteilung gründete sich bereits im Jahre 1919. Allerdings verstand man damals unter Langlauf, Weit- und Hochsprung eher ein Allround-Training für Fußballer als eine selbständige Disziplin.
Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte die Leichtathletik in Rietberg eine Neuauflage. Anfang der 50er Jahre konzentrierten sich die Viktoria-Leichtathleten noch vorwiegend auf Wald- und Langstreckenlauf – und liefen dabei ziemlich regelmäßig der erstaunten Konkurrenz Rang und Titel ab. Die Sportszene erwies Respekt. Als Belohnung durfte Viktoria die Kreiswaldlauf-Meisterschaften selbst ausrichten.
Die wahre Vielfalt der Leichtathletik wurde beim TuS erst später richtig gewürdigt, unter dem neuen Abteilungsleiter Kurt Münster, einem Leichtathletik-As der 50er Jahre. Eine Kooperation mit der LAV Gütersloh und dem Gymnasium sorgte für starken Nachwuchs, der schon bald überregionale Erfolge feiern konnte. Und die TuS-Abteilung wagte sich auf Neuland: eigene Stadtmeisterschaften für Kinder und Jugendliche, eine alternative Hallen-Sportiade – und Schlittschuhlaufen.
Rietbergs Leichtathleten trainierten schon in den 20er Jahren an der Berglage, damals noch ein in Eigenleistung planiertes Gelände. Später erweiterte die Emsturnhalle die Trainingsmöglichkeiten. 1961 wurde aus der Berglage ein Profi-Platz – komplett mit 400-Meter-Aschenbahn, Weitsprunggruben, Kugelstoßanlagen und Hochsprungbereich.
Der Brand der Sporthalle am Schulzentrum riss 1991 vorübergehend ein Loch in den Trainingsplan. Zwei Jahre später entstand am Schulzentrum ein neuer Sportplatz mit Tartan-Anlagen. Heute können die Rietberger Leichtathleten dank der Kooperation mit auswärtigen Vereinen auch ins LAZ Nord in Gütersloh und auf das Sportgelände am Burgweg in Wiedenbrück.